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Fernab der Türschild-Debatte
Das ganze Land diskutiert über G8 oder G9 – der Abend mit dem Troisdorfer Schulleiter machte klar:
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Solange die Debatte eine reine Türschild-Diskussion ist, bringt sie wenig. Es geht im Kern darum, wie Schulen zum Abitur führen. Und es gibt Gymnasien, die setzen G8 sinnvoll um, wenden neue Methoden an, bringen den Tag in einen anderen Rhythmus und entwickeln eine andere Form von Schulkultur. Es gibt Schulen, die setzen G9 lieblos um und sind nicht bereit etwas zu ändern – nach dem Motto: "So haben wir das schon immer gemacht". Das ist eine weite Spannbreite.
Schulleiter Gerhard Fischer aus Troisdorf |
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Wir wissen, dass an vielen Gymnasien G8 so umgesetzt wird, dass Schülerinnen und Schüler mit Ihren Familien in einen Dauerstress geraten. Darum wollten wir im Rahmen der plietsch!-Kampagne einen Raum anbieten, in der wir nicht in erster Linie über Strukturen, sondern über Qualität der Lernens reden.

In einer Stunde skizzierte der Schulleiter Herr Fischer anschaulich, wie sich seine Schule auf den Weg gemacht hat, um mit den veränderten Bedingungen von G8 umzugehen: Was hat sich konkret geändert – aber auch: Wie nehme ich eigentlich das Lehrerkollegium bei Veränderungsprozessen mit? Dabei gibt es auch in Schleswig-Holstein Schulen, die sich am Troisdorfer-Gymnasium orientieren: So z.B. das Möllner Marion-Dönhoff-Gymnasium.
PowerPoint-Präsentation von Gerhard Fischer
Nach der ersten Frage- und Kommentierungsrunde in großer Runde war der offizielle Teil der Veranstaltung geschlossen – aber es wurde in kleinen Gruppen noch engagiert weiterdiskutiert, mit Eltern, SchülerInnen, Lehrkräften und anderen Bildungsinteressierten. Eine Diskussion fernab des politischen Reflexes.

Eines wurde – neben vielen notwendigen "Umbaumaßnahmen" für G8-Gymnasien – aber auch klar: Die Neuerungen, die Herr Fischer vorstellte, können in jeder Schule besseres Lernen ermöglichen – nicht zuletzt in G9-Bildungszweigen…
