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7. Januar 2012

Interaktives Veranstaltungsformat erfolgreich

Der erste Durchlauf eines interaktiven Formats für Diskussionsveranstaltungen ist erfolgreich verlaufen. Die Grünen hatten als erste Fraktion im Landtag am 6. Januar 2012 ein neues Veranstaltungsformat erprobt, das statt auf Zuschauer_innen im Saal ausschließlich auf Interaktion mit den Bürger_innen und die Verbreitung über Medien setzt.

Unter dem Titel Post Privacy – ist Datenschutz "echt Achtziger"? wurde das aktuelle Thema aufgegriffen, wie ein wirksamer Datenschutz mit der starken Nutzung sozialer Netzwerke – gerade durch junge Menschen – in Einklang gebracht werden kann. Diskussionsteilnehmer waren der Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins Thilo Weichert, der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz sowie der Buchautor Christian Heller.

Thorsten Fürter, der als netzpolitischer Sprecher die Veranstaltung moderiert und mit konzipiert hat, zieht folgendes Fazit:

"Da der Offene Kanal in Kiel die Einschaltquoten für seine Programme nicht tagesaktuell misst, lässt sich nicht sagen, wie viele Menschen in Kiel und Umgebung dort zugeschaut haben. Üblich wären etwa 1000 Nutzer_innen. Den Internetstream haben zusätzlich insgesamt ca. 100 Bürger_innen genutzt, durchschnittlich waren auf diesem Kanal immer 80-90 User_innen zugeschaltet. Das ist für eine politische Diskussionsveranstaltung bei der oft nur eine Handvoll Interessierter den Weg zum Veranstaltungsort findet, ein sehr guter Wert. Noch zufriedener bin ich damit, dass die Zuschauer_innen nicht nur den Ausführungen gelauscht, sondern sich über Email, Twitter und Facebook aktiv in die Diskussion eingeschaltet haben. Nach dieser erfolgreichen Premiere wird die Grüne Landtagsfraktion das Format auch für Diskussionen zu anderen Themen nutzen. Wir wollen damit den Bürger_innen eine neue Möglichkeit geben, mit uns in einen Dialog zu treten."

Die Sprecherin Grünen Jugend Schleswig-Holstein, Lydia Rudow, ergänzt:

"Nicht nur die konstant hohe Zahl an Zuschauer_innen, sondern auch die rege Diskussion im Chat hat gezeigt, dass die Idee des Formats aufgegangen ist. Die Live-Übertragung ins Internet und die dortige Kommentarfunktion ermöglichen eine ganz neue Form der Interaktion zwischen den Zuschauer_innen und den Diskussionsteilnehmer_innen im Studio. Das Internet bietet eine viel niedrigschwelligere Partizipationsmöglichkeit als herkömmliche Veranstaltungsformate und passt in eine Zeit, in der mehr Bürger_innenbeteiligung gefordert wird."

Das Video zur Veranstaltung wird in Kürze auch auf unserer Homepage zum Abruf angeboten.

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